Einfache Sprache
Die Tanzplattform Deutschland ist ein wichtiges Festival für Tanz aus unserer Zeit.
HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste organisiert das Festival.
Das Festival findet alle zwei Jahre in einer anderen Stadt statt.
Dieses Jahr ist das Festival in Dresden.
Es dauert 5 Tage.
13 besondere Tanz-Stücke werden gezeigt.
Eine Gruppe von Expert*innen hat diese Tanz-Stücke ausgewählt.
Dafür haben diese Expert*innen vorher über 550 Tanz-Stücke angeschaut.
Die Aufführungen finden an verschiedenen Orten in Dresden statt.
Es gibt auch Plattform Plus.
Plattform Plus ist ein Angebot mit Tanz-Aktionen, Gesprächen und Treffen.
Einige Treffen sind offen für alle.
Für andere Treffen müssen Sie sich anmelden.
Viele Gäste aus verschiedenen Ländern sind beim Festival dabei.
Es gibt auch ein Festival-Zentrum in HELLERAU.
Dort können sich angemeldete Festival-Gäste jeden Tag treffen.
Auf dieser Seite stehen Informationen zum Thema Barrierefreiheit.
Das sind alle wichtigen Informationen, zum Beispiel zu Zugängen und Hilfen.
Wir arbeiten daran, Barrieren bei der Tanzplattform Deutschland abzubauen.
Das ist eine laufende Aufgabe.
„UNTIL THE BEGINNINGS“ ist eine besondere Tanz-Performance. Diese Performance gestalten 2 bekannte Choreografinnen: Stephanie Thiersch aus Deutschland und Alesandra Seutin aus dem Senegal in Afrika.
Auf der Bühne stehen 8 Tänzer*innen und 2 Musiker*innen. Sie kommen aus Senegal, Deutschland und Frankreich.
Alle zusammen sprechen über ein wichtiges Thema: Was bedeutet es, Gastgeber*in zu sein? Wie begegnen wir Menschen aus anderen Kulturen?
Die Performance verbindet Tanz, Musik und Sprache. Sie zeigt Bewegungen aus verschiedenen Kulturen. Das Ensemble sucht nach einem gemeinsamen Rhythmus. So entsteht ein starker Austausch zwischen den Menschen auf der Bühne.
„UNTIL THE BEGINNINGS“ stellt Fragen, macht neugierig und lädt das Publikum zum Nachdenken ein.
In dem Stück „Langes Wochenende“ geht es um Beziehungen auf Arbeit. In Beziehungen auf Arbeit verwischen manchmal Grenzen. Zum Beispiel zwischen privat und beruflich, neu und zu nah oder nachlässig und gewaltvoll.
Das Kollektiv Elsa Artmann/SANFTE ARBEIT nutzt Methoden des Lap Dance. Damit zeigt es, wie die Grenze zwischen beruflich und privat verletzt werden kann. Zwischen den Tänzer*innen und auch zwischen Tänzer*innen und Publikum entstehen intime Momente. Diese Momente können zu gegenseitiger Ausbeutung führen.
Diese Momente könnten aber auch zeigen: Wie wäre es, wenn wir die Beziehungen auf Arbeit führen wie eine Liebesbeziehung? Würde es uns damit allen besser gehen?
„Ich liebe es, mich wie ein vierbeiniges Wesen zu bewegen. Mit meiner Krücke finde ich Halt in kleinen Ecken und Spalten.“
In diesem neuen Solo stellt Claire Cunningham eine wichtige Frage: Was heißt es, unterwegs zu sein? Was bedeutet Wandern für uns Menschen?
Claire Cunningham ist eine Künstlerin mit Behinderung. Sie bringt ihre eigenen Erfahrungen mit auf die Bühne. Dazu kommen Erinnerungen aus ihrer Ausbildung als klassische Sängerin und ihr Wissen aus dem Bergsteigen.
Begleitet wird die Performance von Musik: Gustav Mahlers „Lieder eines fahrenden Gesellen“.
Claire Cunningham bewegt sich durch bekannte und unbekannte Landschaften. Sie lädt das Publikum ein, genau hinzuschauen: Wie bewegen wir uns in der Welt? Wie gehen wir mit Verlusten und großen Veränderungen im Leben um?
Dieses Solo ist ruhig, kraftvoll und nachdenklich.
„The Children of Today“ ist eine Performance über Kreativität und Nachhaltigkeit. Das Stück spielt in einer Küche der Zukunft.
Zwei Performer*innen schauen zurück in die Vergangenheit. Sie suchen nach anderen Wegen zu leben als im Kapitalismus.
Auf der Bühne erscheinen besondere Figuren, zum Beispiel Vaslav Nijinsky, Cleopatra VI und Jérôme Bel. Sie tanzen zusammen ein Duett. Der Tanz ist manchmal absurd, manchmal zärtlich und sehr fantasievoll.
Die Bewegungen wiederholen sich. Gleichzeitig entstehen neue, ungewöhnliche Bilder. So zeigt das Stück: Die Zukunft ist noch offen. Es gibt viele Möglichkeiten.
„The Children of Today“ wird nachhaltig produziert. Die Energie kommt nur von der Sonne. Die Kostüme sind aus Second-Hand-Kleidung. Die Materialien sind natürlich.
Das Stück zeigt nicht nur eine neue Form von Kunst. Es zeigt auch eine neue Art zu reisen und aufzutreten. Damit setzt sich das Stück für eine nachhaltigere Zukunft ein.
„Reparation Nation“ ist ein Tanztheater-Stück von Jessica Nupen. Das Stück beschäftigt sich mit geraubten Kulturgütern aus Afrika. Es fragt: Was fehlt heute, weil diese Dinge weggenommen wurden?
Auf der Bühne treffen viele Kunstformen aufeinander: Hip-Hop-Tanz, Oper, Bildende Kunst, Live-Musik und rhythmische Beats.
So entsteht eine neue, gedachte Nation: Reparation Nation. In dieser Nation werden wichtige Fragen neu gestellt: Wem gehört etwas? Wer hat Macht? Was ist wertvoll? Wie werden Menschen und Kulturen gesehen?
Das Stück wird von Künstler*innen aus vielen Ländern gemacht: Senegal, Namibia, Kamerun, Südafrika, Ghana, Sri Lanka und Hamburg.
Die Tanzgruppe entwirft ein Bild der Zukunft. Dieses Bild widerspricht alten, europäischen Bildern von afrikanischer Geschichte.
Gleichzeitig zeigt das Stück das Theater als besonderen Ort: als Ort der Heilung, als Ort der Erinnerung und als Ort für Veränderung.
„Spiegelneuronen“ ist ein Experiment über das menschliche Gehirn und über den Körper.
Dort, wo sonst die Bühne ist, steht ein großer Spiegel. Der Spiegel zeigt nicht nur die Tänzer*innen. Er zeigt auch das ganze Publikum, wie bei einem Selfie.
Die Zuschauer*innen können sehen, wie Tanz entsteht. Gleichzeitig sind sie selbst Teil des Geschehens.
Das Stück bezieht auch wissenschaftliche Ideen mit ein. Es lädt dazu ein, mit dem eigenen Körper nachzudenken: über unsere Gesellschaft und über das Verhältnis von Einzelnen und Gemeinschaft.
„Spiegelneuronen“ ist die erste Zusammenarbeit der Company Sasha Waltz & Guests mit Stefan Kaegi von Rimini Protokoll.
Mit diesem Projekt öffnet sich die Company weiter für neue Arbeitsweisen und für die Zusammenarbeit mit internationalen Künstler*innen aus verschiedenen Kunstformen.
Wenn wir spielen, ist alles möglich. Der Boden kann aus Lava sein. Dinge können fliegen. Alltägliche Gegenstände werden zu etwas Neuem.
Ein Hocker ist nicht nur ein Sitzmöbel. Er kann ein Floß sein, eine Brücke, ein Haus oder ein Turm.
Beim Spielen entstehen neue Welten. Diese Welten haben eigene Regeln. Die Regeln können sich ändern. Wir können sie erweitern oder auch ganz verwerfen.
Doch es gibt auch Fragen: Wie geht ein Spiel ins nächste über? Wer bestimmt die Regeln? Wie trifft man eine gute Entscheidung? Und was passiert, wenn jemand nicht mitspielen will?
Drei Tänzer*innen spielen ein „Spiel im Spiel“. Sie erforschen mit Tanz, wie viele Möglichkeiten Spielen hat. Gleichzeitig laden sie das Publikum ein, diesen Spielraum mitzugestalten.
„DU BIST DRAN!“ ist ein Tanzstück für vier Spieler*innen und das Publikum. Das Stück ist für alle ab 11 Jahren.
In der Performance geht es um Spiele und Regeln. Die Tänzer*innen untersuchen diese Fragen mit Tanz und Humor: Wer spielt mit wem? Wer gewinnt, wer verliert? Welche Regeln gelten? Und wo sind Grenzen?
Das Publikum macht aktiv mit. Es gibt lustige Tanz-Improvisationen und kleine Tricks.
Dabei werden wichtige Themen sichtbar: Macht, Dazugehören, Ausgeschlossen sein und Fairness.
Tänzer*innen und Publikum müssen aufmerksam bleiben. Nur so können sie gut mitspielen und im richtigen Moment klug handeln.
Denn erst am Ende wird klar: Wer gewinnt und warum.
„This resting, patience“ ist eine lange Performance. Sie beschäftigt sich mit Nähe zwischen Menschen. Es geht um Anziehung, um freiwilliges Sich-Zeigen und um das Spiel zwischen Zeigen und Verbergen.
Die Performance ist offen und experimentell. Sie folgt nicht einem festen Anfang oder Ende. Das Publikum muss nicht nur zuschauen, sondern kann sich frei dazu bewegen.
Das Stück bricht mit der Idee, dass Tanz nur ein Spektakel zum Anschauen ist. Stattdessen zeigt es Tanz als etwas Gemeinsames: als einen sozialen Moment.
„This resting, patience“ stellt den Körper in den Mittelpunkt. Es zeigt Sinnlichkeit und Tanz als etwas Zeitloses und für alle Menschen Zugängliches.
Der Tanz wird zu einer sanften Praxis: achtsam, zärtlich und fürsorglich. So entsteht die Vorstellung einer Gegenwart, die behutsam in eine gemeinsame Zukunft übergeht.
In dieser Performance arbeitet Eszter Salamon erneut mit einem Text von John Cage. Der Text heißt „Lecture on Nothing“ und wurde 1949 geschrieben.
Schon 2010 beschäftigte sich Eszter Salamon damit in ihrem Solo „Dance for Nothing“. Damals verband sie die Worte von John Cage mit Tanzbewegungen.
In der neuen Performance geht sie anders vor. Sie verändert und erforscht körperliche Gesten. Der Fokus liegt jetzt auf dem Klang des Textes: auf Stimme, Rhythmus und Pausen.
Der Text von John Cage handelt von Nichts, von Leere und von Gestaltung.
Eszter Salamon verbindet Körper, Stimme und Musik. So entsteht eine ruhige, meditative Performance. Sie lädt dazu ein, Bewegung und Klang gleichzeitig wahrzunehmen und über die Bedeutung nachzudenken.
In „Dive into You“ verbindet die Choreografin und Performerin Kat Válastur verschiedene Bilder miteinander.
Sie arbeitet mit der Figur des weiblichen Orakels. Ein Orakel ist eine Person, die Botschaften von Gött*innen weitergibt.
Gleichzeitig bezieht sich Kat Válastur auf Bäume. Bäume wandeln Sonnenlicht in Energie und Sauerstoff um.
Kat Válastur zeigt Gemeinsamkeiten: Orakel verbinden Menschen mit dem Göttlichen. Bäume geben Energie und Leben weiter.
Diese Ideen bringt sie auf die Bühne und gestaltet daraus ein kraftvolles Solo. Im Tanz werden Schwingungen, Spiralen und Kreise sichtbar.
Die Performance ist stark von der Musik geprägt. Das Publikum hört tiefe, klingende Schläge des Holz-Instruments Semantron.
Die Choreografie folgt einer Komposition des Musikers Aho Ssan und der Stimme von Kat Válastur selbst.
„Lovedance“ ist ein Tanzduett von Katharina Senzenberger und ihrem Team. Es ist wie ein Gegenstück zu einem Lovesong. Es beschäftigt sich mit Liebe und mit dem Gefühl des Höhenflugs, das Liebe geben kann.
Die Choreografie nutzt viele bekannte Tanzformen: Romantische Gesten, den Wiener Walzer oder Tanzpaare aus der Entertainment-Welt.
Im Duett geht es um Fragen wie: Wie viel Vertrauen oder Abhängigkeit gibt es in einer Beziehung? Wer führt, wer folgt? Wann gibt es Widerstand, wann Hingabe?
„Lovedance“ zeigt Liebe auf sanfte, aber eindrucksvolle Weise. Es mischt Gefühle wie Kitsch, Leichtigkeit, Drama, Fürsorge und Ehrlichkeit. Dabei entsteht ein Tanz, der Leidenschaft und Nähe spürbar macht. Spürbar als ein zarter Zwischenzustand zwischen zwei Menschen.
Adam Linders Choreografien verbinden neue Bewegungen, Können und Ausdruck. Sie brechen mit alten Regeln und zeigen Tanz auf neue Weise.
Zu einer eigens komponierten Musik von Ethan Braun wird die Bühne zum Spielfeld. 5 Tänzer*innen und 5 Musiker*innen vom Solistenensemble Kaleidoskop untersuchen, wie Tanz und Musik zusammenpassen und wo sie sich unterscheiden.
Die Musik mischt akustische und digitale Klänge. Manchmal hört man bekannte Geräusche, wie ein Hundegebell. Dann wieder abstrakte, feine Harmonien.
Das Stück beschäftigt sich mit Wettbewerb und Spannung. Aber es zeigt auch, dass Tanz und Musik spielerisch zusammenkommen können. So entsteht ein Raum für Kreativität und Ausdruck.